Den Tagesverlauf beachten
Die Temperatur am Mittag beantwortet eine andere Frage als der Tiefstwert kurz vor Sonnenaufgang. Bewege die Zeitachse, wenn du wissen möchtest, wie sich ein Arbeitsweg oder ein längerer Aufenthalt im Freien anfühlen könnte.
Ein Tagesminimum und ein Tagesmaximum treten nicht gleichzeitig auf. Auch die Übersicht für morgen kann sich mit neuen Modellrechnungen ändern. Vergleiche immer denselben Zeitraum, wenn du mehrere Orte oder Wetterkarten gegenüberstellst.
Küste, Stadt und Höhenlage
Das Meer, bebaute Flächen und die Höhenlage beeinflussen den Temperaturverlauf. Ein Rasterpunkt kann nicht jede schattige Gasse, sonnige Terrasse oder kalte Mulde auflösen. In Tälern können bei passenden Wetterlagen andere Bedingungen herrschen als an einem Hang.
Bei Hitze lohnt neben dem höchsten Wert auch ein Blick auf warme Nächte. Bei Frost zählt für den Verkehr nicht nur die Lufttemperatur: Oberflächen können kälter sein. Eine Anzeige knapp über null Grad ist keine Zusicherung, dass eine Brücke oder ein Gehweg eisfrei bleibt.
Temperatur ist nur ein Teil des Wetters
Wind, Feuchte und Strahlung verändern die empfundene Belastung. Die Lufttemperaturkarte ist nicht automatisch eine Karte der gefühlten Temperatur oder der UV-Strahlung. Für empfindliche Personen und längere Aktivitäten helfen zusätzlich aktuelle amtliche Hitzewarnungen sowie die stündlichen Angaben zu Wind und Bewölkung.
Fragen zu dieser Karte
Ist der Kartenwert eine gemessene Temperatur?
Die Vorhersageebene zeigt einen Modellwert. Aktuelle Stationsmessungen sind ein anderes Produkt und können durch Standort, Höhe und Messzeit davon abweichen.
Warum fühlt es sich trotz gleicher Temperatur anders an?
Wind, Luftfeuchte, Sonne, Schatten und persönliche Faktoren beeinflussen das Empfinden. Gleiche Lufttemperaturen bedeuten daher nicht automatisch gleiche Belastung.