Schneehöhe ist nicht Neuschnee
Ein Wert in Zentimetern beschreibt die gesamte erwartete Schneedecke zur ausgewählten Zeit. Er bedeutet nicht, dass genau diese Menge in der nächsten Stunde fällt. Bereits vorhandener Schnee kann sich setzen, schmelzen oder verweht werden.
Beachte Datum, Uhrzeit und Legende. Eine Änderung zwischen zwei Bildern kann durch mehrere Prozesse entstehen. Sie lässt sich deshalb nicht immer als reine Neuschneemenge lesen. Die Darstellung beruht auf einem Modell und ersetzt keine örtliche Schneemessung.
Mittelgebirge und Alpen vergleichen
Höhenlage und Exposition beeinflussen die Schneeverteilung. In Harz, Ardennen oder Schwarzwald können höhere Wege winterlich sein, während der nächste Talort schneefrei bleibt. In den Alpen werden solche Unterschiede oft noch größer. Nutze einen Ort, dessen Höhe zum Ziel passt.
Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt verdienen Aufmerksamkeit. Die Nullgradgrenze und die tatsächliche Schneefallgrenze sind nicht identisch. Für eine Autofahrt sind zusätzlich Straßenmeldungen wichtig; eine Schneefläche auf der Karte sagt nichts über Räumung, Glätte oder eine gesperrte Passstraße.
Was die Karte nicht bewertet
Das Modell bildet Gelände nur vereinfacht ab und kennt nicht jede Verwehung oder präparierte Piste. Auch Schneefestigkeit und Lawinengefahr folgen nicht allein aus der Höhe. Prüfe für Bergtouren den zuständigen Lawinenbericht und aktuelle örtliche Angaben, statt aus einer farbigen Fläche Sicherheit abzuleiten.
Fragen zu dieser Karte
Ist das ein Schneeradar in Echtzeit?
Nein. Die Startansicht zeigt prognostizierte Schneehöhe. Für jüngste Niederschläge nutze das Regenradar und prüfe, ob das gewählte Produkt Schnee gesondert unterscheidet.
Bedeuten 20 Zentimeter auch 20 Zentimeter Neuschnee?
Nein. Gemeint ist die gesamte modellierte Schneedecke zur gewählten Zeit. Frischer Schneefall ist eine andere Größe und benötigt einen eigenen Zeitraum.