Nebel, tiefe Wolken und Sicht
Nebel entsteht unter passenden Bedingungen nahe am Boden. Temperatur, Feuchtigkeit, Wind und Gelände beeinflussen seine Entwicklung. Eine kleine Mulde kann betroffen sein, während ein höherer Nachbarort freie Sicht hat. Solche Unterschiede sind kleiner als viele Modellraster.
Tiefe Bewölkung und Nebel sind nicht aus jeder Kartenansicht sicher zu unterscheiden. Lies die Legende und den ausgewählten Zeitpunkt. Eine Gesamtwolkenkarte beantwortet eine andere Frage als die Nebelebene; beide sind wiederum von örtlichen Sichtmessungen zu unterscheiden.
Morgendliche Wege und Höhenwechsel
Prüfe die Stunden vor deiner Abfahrt und nicht nur das Tagessymbol. In Tälern, Niederungen und feuchten Gebieten können sich Nebelbänke örtlich halten. In Küstennähe oder bei einem Wechsel der Luftmasse ist auch eine andere zeitliche Entwicklung möglich.
Bei Fahrten zwischen Rheintal, Mittelland, Ardennen oder Alpenpässen können sich die Bedingungen rasch ändern. Die Planung sollte Spielraum lassen. Für das Verhalten unterwegs ist die tatsächlich sichtbare Strecke maßgeblich, nicht eine vorher gespeicherte Kartenfarbe oder ein günstiger Modellwert.
Auflösung und Aktualität beachten
Entstehung und Auflösung von Nebel sind empfindlich gegenüber kleinen Änderungen. Ein Modell kann einen lokalen Nebelstreifen verfehlen oder ihn zu früh auflösen. Vergleiche verfügbare Beobachtungen und Verkehrshinweise, wenn die Sicht wichtig ist. Die Karte liefert weder eine sichere Sichtweite in Metern noch eine Freigabe für eine Strecke.
Fragen zu dieser Karte
Ist das ein Nebelradar mit Sichtweite in Echtzeit?
Nein. Die Startansicht zeigt modellierten Nebel. Aktuelle Sichtweiten stammen aus gesonderten Beobachtungen und können selbst auf kurzer Entfernung stark variieren.
Warum liegt Nebel, obwohl die Karte klar aussieht?
Ein örtliches Nebelfeld kann kleiner als das Raster sein oder sich zwischen zwei Prognosezeiten bilden. Orientiere dich immer an den tatsächlichen Bedingungen.