Böen und Mittelwind unterscheiden
Eine Böe ist eine vorübergehende Verstärkung. Der höchste berechnete Wert ist keine Geschwindigkeit, die ununterbrochen weht. Auch bei mäßigem Mittelwind können einzelne Spitzen deutlich stärker ausfallen. Vergleiche beide Karten zum gleichen Zeitpunkt.
Die Anzeige kann Kilometer pro Stunde oder Meter pro Sekunde verwenden. Farben sind auf diese Skala bezogen und keine amtlichen Warnfarben. Ein bestimmter Farbton ist daher nicht automatisch eine DWD-Unwetterwarnung oder dieselbe Warnstufe wie in einem Nachbarland.
Exposition und Aktivität berücksichtigen
Freie Felder, Brücken, Deiche und Küsten sind anders exponiert als eine geschützte Straße. Bei einer Radfahrt kann zusätzlich die Windrichtung entscheidend sein. Prüfe, ob die stärksten Böen während deiner Aktivität oder erst später erwartet werden.
In den Alpen kann eine Talvorhersage die Bedingungen auf einem Grat unzureichend wiedergeben. Auch im Mittelgebirge beeinflussen Kuppen und Waldränder den Wind. Für Seilbahnen, Fähren und andere windabhängige Verbindungen sind die jeweiligen Betreiberinformationen maßgeblich.
Keine sichere Obergrenze am einzelnen Punkt
Das Modell löst nicht jede Gebäudeecke oder kurze Gewitterböe auf. Ein berechneter Spitzenwert ist deshalb keine garantierte maximale Belastung eines Baums, Zelts oder Bauwerks. Achte auf amtliche Wind- und Gewitterwarnungen und die tatsächliche Entwicklung vor Ort. Wiederhole den Blick auf die Prognose, wenn sich der Termin nähert.
Fragen zu dieser Karte
Kann eine starke Böe ohne dauerhaften Sturm auftreten?
Ja. Kurze Spitzen können sich deutlich vom Mittelwind unterscheiden, beispielsweise bei Schauern. Die Böenkarte und der mittlere Wind beantworten unterschiedliche Fragen.
Ist die vorhergesagte Böe eine Garantie für meine Straße?
Nein. Es handelt sich um eine räumlich vereinfachte Modellprognose. Gelände, Bebauung und kleinräumige Wetterentwicklung können den örtlichen Wind verändern.