Wolken als Orientierung nutzen
Weniger berechnete Bewölkung kann günstigere Chancen auf Sonne anzeigen. Der Wolkenanteil sagt aber nicht allein, wie viel Licht den Boden erreicht. Dünne hohe Wolken können Sonnenlicht durchlassen, während eine kleine tiefe Wolke den Standort zeitweise beschattet.
Vergleiche mehrere aufeinanderfolgende Stunden statt nur ein Tagesbild. Achte dabei auf den tatsächlichen Zielort: Eine mögliche Auflockerung auf der anderen Seite eines Mittelgebirges muss nicht gleichzeitig bei dir eintreten. Modellaktualisierungen können den Zeitpunkt verschieben.
Tageslicht ist nicht Sonnenscheindauer
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang werden astronomisch berechnet. Sie beschreiben die verfügbare Tageslichtspanne, nicht die Stunden mit ungehindertem Sonnenschein. Berge, Gebäude und Wolken können die tatsächliche Besonnung zusätzlich verändern.
Für einen Spaziergang, einen Fototermin oder Gartenarbeit helfen außerdem Temperatur und Wind. Eine klare Winterstunde kann kalt sein, ein bedeckter Sommertag warm. Die Wolkenkarte ist auch keine UV-Prognose; wenig sichtbare Sonne ist kein verlässlicher Schutzindikator.
Für die kurzfristige Planung ergänzen
Vergleiche vor einer Aktivität die Vorhersage mit jüngsten Satellitenbildern und den Bedingungen draußen. Besonders örtliche Wolkenbildung bleibt unsicher. Für eine Solaranlage wären Strahlungsdaten, Ausrichtung, Verschattung und technische Eigenschaften nötig. Diese Ansicht verspricht deshalb weder Watt pro Quadratmeter noch eine bestimmte Stromproduktion.
Fragen zu dieser Karte
Ist das ein Sonnenradar mit gemessener Strahlung?
Nein. Angezeigt wird modellierte Gesamtbewölkung. Strahlungsmessungen, UV-Index und prognostizierte Sonnenstunden sind andere Informationen und werden aus dieser Ebene nicht berechnet.
Bedeutet eine wolkige Prognose, dass gar keine Sonne scheint?
Nein. Wolken können auflockern oder dünn sein. Die Karte bietet eine zeitliche Orientierung, keine Garantie für jede Minute an einem bestimmten Punkt.