Farben und Zeitachse lesen
Die Legende erklärt, welche Niederschlagsstärke eine Farbe bezeichnet. Bei einer Anzeige in Millimetern pro Stunde geht es um eine Rate, nicht automatisch um die gesamte Regenmenge eines Tages. Starke Farben sind auch keine amtliche Warnstufe.
Starte die Animation und vergleiche mehrere Zeitpunkte. Eine bewegte Regenzone kann eine wahrscheinliche Zugrichtung erkennen lassen. Einzelne Schauer können sich jedoch neu bilden, verstärken oder auflösen; eine einfache Verschiebung des letzten Bildes erfasst das nicht vollständig.
Heute und morgen sinnvoll planen
Für einen Spaziergang, eine Radfahrt oder den Arbeitsweg ist der aktuelle Radarverlauf besonders nahe am Start nützlich. Vergleiche ihn mit der Stundenprognose für Hin- und Rückweg. Eine trockene Lücke auf dem letzten Bild ist keine Garantie für die nächste Stunde.
Für morgen ist eine Modellvorhersage wichtiger als ein einzelnes vergangenes Radarbild. An Nordseeküsten, Mittelgebirgen und Alpen können Niederschläge räumlich sehr unterschiedlich ausfallen. Zoomen erleichtert die Orientierung, erzeugt aber keine zusätzliche Messgenauigkeit.
Was Radar nicht sicher beantwortet
Radar erfasst Niederschlag indirekt. Gelände, Entfernung, Verdunstung und Verarbeitung können Unterschiede zum Regen am Boden verursachen. Manche großräumigen Produkte ergänzen Radar durch andere Schätzungen. Fehlen Daten, darf eine leere Fläche nicht automatisch als trocken gelten. Beachte bei Unwettern die amtliche Warnung für deinen Ort.
Fragen zu dieser Karte
Ist das Regenradar eine sichere Minutenvorhersage?
Nein. Es zeigt die jüngste Entwicklung und je nach Produkt eine kurzfristige Fortschreibung. Beginn und Ende eines Schauers am einzelnen Haus bleiben unsicher.
Warum regnet es trotz leerer Radarfläche?
Schwacher oder sehr örtlicher Niederschlag kann schlecht erfasst sein. Auch Datenlücken und unterschiedliche Aktualisierungszeiten kommen infrage. Prüfe die tatsächlichen Bedingungen vor Ort.